Die Hoffnung stirbt zuletzt

In den letzten Tagen kreisen meine Gedanken immer wieder zu meinem leiblichen Vater und ich weiß nicht warum.

Meine Eltern trennten sich da war ich grad mal 4 Jahre alt. Anfangs war ich noch aller 14 Tage am Wochenende bei ihm, aber dann brach er den Kontakt ab.

Vier Jahre später suchte er erneut Kontakt zu mir, dies war aber auch nicht von Dauer. 

Weitere 5 Jahre später war nochmals ein kurzer Kontakt.

Ich kam mir irgendwie verarscht vor. Immer dieses kommen und nach kurzer Zeit wieder gehen. Ich fühlte mich ungeliebt und vernachlässigt.

Jahrelang hatten wir dann keinen Kontakt.

Kurz vor meinen 30. Geburtstag hatte ich seltsame Träume und machte mir sehr gr0ße Sorgen um ihn. Zu dieser Zeit hab ich sehr mit mir gekämpft, da ich nicht wieder weg gestoßen werden wollte.

Nach langem zögern, nahm ich den Kontakt über ne Internetplattform auf und wir fingen an miteinander zu schreiben.

Es fühlte sich alles gut und richtig an. Ich erzählte ihm von meinem Sohn und was ich so alles bis jetzt gemacht hatte. Er erklärte mir ein wenig warum er den Kontakt abgebrochen hatte und was er so gemacht hatte.

Da ich erst unser Verhältnis klären wollte, erfuhr mein Sohn noch nichts von seinem neuen Opa. Ich erklärte ihm meine Beweggründe und er meinte er könne es verstehen.

Naja, aber immer öfter kamen nur Nachrichten oder Telefongespräche die sich nie um mich oder um uns drehten, es Kam nur das Interesse für meinem Sohn.

Ich bin nicht Eifersüchtig oder so, aber ich habe mehr als 20 Jahre meinen Vater vermisst. Er erklärt mir er hätte den Kontakt nur komplett abgebrochen, weil er mit diesen Besuchen auf Zeit nicht zurecht kam. und nun wo ich den Kontakt gesucht habe, bekomme ich wieder kein Interesse, keine Liebe, keine Aufmerksamkeit!

Dann erlaubte er sich noch einen Fehler bei meinem Bruder (auch sein Kind) und unser Verhältnis wurde wieder gestört.

Diesmal nur ein halbes Jahr keinen Kontakt. Zu unserer Hochzeit kam er nicht persönlich vorbei um zu gratulieren. Nein, er schickte uns eine Glückwunschkarte per Post. In dieser Glückwunschkarte war auch ein Brief an mich. Dieser Brief enthielt teilweise nur Vorwürfe, womit ich erst einmal klar kommen musste.

Nach langem Grübeln entschied ich mich zu antworten. Ich schrieb ihm meine ganzen Gefühle und Sorgen.

Aber scheinbar kann er damit nicht umgehen. Denn seit meiner Antwort herrscht wieder Funkstille und das finde ich sehr traurig. Wenn er mich nicht sehen will, kann er es doch sagen. Dann könnte ich wenigstens mit der ganzen Sache abschließen.

Bis jetzt hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Noch hab ich Zeit zu warten. 

6.9.16 15:32

Letzte Einträge: Anders wie die Anderen oder völlig normal? , Die Qual der Wahl!

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